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Denkmalliste und Pflege der Denkmaleigenschaften

Besitzt ein bestimmtes Gebäude Denkmaleigenschaften, so ist dieses von der unteren Denkmalbehörde als solches in die Denkmalliste einzutragen.
Allerdings erfolgt die Unterschutzstellung von Amts wegen, das bedeutet, dass diese nicht von dem Eigentümer beantragt werden kann.
Liegen die Denkmaleigenschaften vor, ist es fast unmöglich, eine solche Unterschutzstellung zu verhindern.

Nicht immer erfolgt eine Unterschutzstellung des gesamten Gebäudes.
Manchmal handelt es sich nur um bestimmte schutzwürdige Gebäudeteile, wozu zum Beispiel eine bestimmte Decke (Stuckdecken etc.), ein Wand- oder Deckenmosaik oder andere Bauteile gehören.

Inhalte der Denkmalliste:
  • Kurzbezeichnung des Denkmals

  • Lage des Denkmals

  • Eigenschaften des Denkmals

  • Eintragungsdatum

Erlaubnispflicht:

Bei baulichen Eingriffen bedarf es grundsätzlich einer Genehmigung durch die Denkmalbehörde.
Dies gilt auch wenn das Vorhaben eigentlich genehmigungsfrei ist.

Auch Bauvorhaben in der unmittelbaren Nachbarschaft von Denkmälern bedürfen der Erlaubnispflicht durch die untere Denkmalbehörde, weil dadurch eine übermäßige Störung der Denkmaleigenschaften vermieden werden soll.

Förderung:

Kommunale, kirchliche und größere private baudenkmalpflegerische Maßnahmen an Denkmälern werden durch das Land gefördert.
Durch Pauschalzuweisungen des Landes an die Gemeinden unterstützt das Land indirekt die kleineren privaten Denkmalpflegemaßnahmen, wenn die Gemeinde eigene Fördermittel in gleicher Höhe ausgewiesen hat.

Fenstererneuerung, Dacheindeckung, Außenanstrich oder sonstige charakteristische Merkmale des Denkmals sind typische Fördergegenstände.

Die Aufwendungen für das Denkmal können von der Steuer abgesetzt werden.

Rechtliche Grundlagen:
  • Gesetz zum Schutz und zur Pflege der Denkmäler (Denkmalschutzgesetz - DSchG)